{"id":1525,"date":"2023-04-05T08:45:28","date_gmt":"2023-04-05T08:45:28","guid":{"rendered":"https:\/\/achimfeige.com\/growing-beyond-yourself-the-power-of-flow\/"},"modified":"2023-04-05T08:50:30","modified_gmt":"2023-04-05T08:50:30","slug":"growing-beyond-yourself-the-power-of-flow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/achimfeige.com\/de\/growing-beyond-yourself-the-power-of-flow\/","title":{"rendered":"03 \u00dcber sich hinauswachsen: Die Power des &#8222;Flow&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Liebe Transformers, liebe Co-Creators, liebe Gestalterinnen und Gestalter einer neuen Zeit!<\/p>\n\n\n\n<p>Im vergangenen VERTICAL-X-Newsletter habe ich \u00fcber <a href=\"https:\/\/achimfeige.com\/de\/wie-man-wirklich-aktiv-wird\/\">Selbstautorenschaft<\/a> gesprochen. Also \u00fcber den Moment, wenn wir vom Opfer der Verh\u00e4ltnisse zu einer aktiv gestaltenden Kraft werden. Wenn wir diesen Sprung geschafft haben, wollen wir in unser Waking Up starten, in die erste gro\u00dfe Etappe unserer transformativen Reise. Dabei hilft eine Superkraft: Der Flow.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Flow, auch bekannt als &#8222;in der Zone sein&#8220;<\/strong>, ist ein psychologischer Zustand, in dem wir vollst\u00e4ndig in eine Aktivit\u00e4t eintauchen und uns konzentriert und energetisiert f\u00fchlen. Das Ph\u00e4nomen wurde erstmals in den 50ern von dem Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi beschrieben. Er stellte fest, dass Menschen in diesem Zustand ein Gef\u00fchl tiefer Zufriedenheit und Freude empfinden. Damals galt das noch als eine Art Mysterium, das nur einige t\u00e4glich erfahren &#8211; Musiker, Malerinnen, Sportskanonen. Heute ist die Neurowissenschaft viel weiter: Wir alle k\u00f6nnen den Flow erleben und <strong>gezielt einsetzen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir das tun, \u00fcberwinden wir das Rushing, das Hinterherlaufen, den Kampf gegen die erdr\u00fcckenden Anforderungen. Wir befreien uns durch mehr Flow. Dann wachsen wir \u00fcber uns hinaus &#8211; ganz ohne Krampf und \u00fcbertriebene M\u00fche.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute arbeiten die Elitesoldaten der USA oder die Silicon-Valley-Genies ganz bewusst mit diesem Zustand. Er ist eben kein Wunder, das vom Himmel f\u00e4llt, sondern eine <strong>Power, die wir uns aneignen <\/strong>k\u00f6nnen. Das geht durch Konzentrations\u00fcbungen, durch kleine K\u00f6rpertechniken, oder auch durch Sound. (Das kannst du sofort ausprobieren &#8211; siehe unten unter \u201cPractices\u201d.) Und ein paar Regeln sind auch noch wichtig: Deine Aufgaben d\u00fcrfen nicht zu leicht sein, sonst langweilst Du Dich. Und sie d\u00fcrfen nicht zu schwer sein, sonst reagiert das Gehirn mit Angst. Den Punkt genau dazwischen zu finden, ist die Kunst. Das wird auch in Unternehmen oft vergessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was wir erreichen wollen, ist die so genannte <strong>autotelische Erfahrung<\/strong>. Das sind T\u00e4tigkeiten, die man <strong>um ihrer selbst willen<\/strong> ausf\u00fchrt. Wir k\u00f6nnen das im Job erreichen, denn die meisten sitzen doch an Aufgaben, die sie mindestens grunds\u00e4tzlich gut k\u00f6nnen, vielleicht sogar lieben, und in denen sie gern etwas erreichen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen steht dabei ihr innerer Gedankenstrom im Weg. Oft ist er sorgenvoll. Das Ego macht sich eben st\u00e4ndig Sorgen. Entwickelt der Markt sich gut? Werde ich gebraucht? Habe ich gute Ideen? Manchmal denken wir so viel nach, dass wir kaum zur eigentlichen Aufgabe kommen. Ich rate Euch: Trennt das voneinander. Du brauchst <strong>Zeit, \u00fcber dich nachzudenken<\/strong>. Die Zeit kommt aber nachher zur\u00fcck, wenn man nicht w\u00e4hrend des Jobs immer wieder ins Gr\u00fcbeln verf\u00e4llt. Nimm Dir einen halben Tag f\u00fcr Dich, dann wirst du in der restlichen Zeit produktiver. Du wirst <strong>beyond Ego<\/strong> arbeiten und dich auf die Sache konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der amerikanische Autor Steven Kotler hat einige weitere Fallen untersucht, die dem guten Flow im Weg stehen. Wir nennen sie die \u201cFlow-Blocker\u201d. Es sind: Ablenkung, Selbstsabotage, fehlende Klarheit, Burnout, Ersch\u00f6pfung, \u00dcberw\u00e4ltigung, Stress, falsches Zeitmanagement, falsches Mindset, und die M\u00fche mit der Motivation.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann hier nicht auf alle <strong>Flow-Blocker<\/strong> detailliert eingehen, das ist eine intensive, aber sch\u00f6ne Aufgabe f\u00fcr unsere Workshops. Zwei Beispiele m\u00f6chte ich aber erw\u00e4hnen. Zun\u00e4chst das <strong>Problem der fehlenden Klarheit<\/strong>: Wir wissen nicht, wie der Tag weitergeht, und nicht, was das n\u00e4chste halbe Jahr bringt. Das ist nun einmal so. Die Gefahr ist nun aber, dass man gr\u00fcbelt. Der pr\u00e4frontale Cortex wird \u00fcberaktiv &#8211; und genau das verhindert den Flow. Setz dir lieber ein Fernziel, verfolge es leidenschaftlich. Irrwege sind ok, weil sie lehrreich sind, aber vor allem: Tu etwas! Das setzt Norephedrin und Dopamin im Gehirn frei, die beiden Substanzen f\u00fcr den Flow.<\/p>\n\n\n\n<p>Und noch ein Beispiel: <strong>\u00dcberw\u00e4ltigung<\/strong>. Wir neigen dazu, zu viele Aufgaben anzunehmen. Das kennen viele von ihrem Job, gerade im h\u00f6heren Management. Doch \u00dcberlastung erzeugt Stress, erzeugt im Nervensystem zu viel Cortisol und Adrenalin, auch das verhindert den Flow. Analysiere dein Leben: Was machst du alles? Was davon ist bedeutend? Alles, was nicht wichtig ist, kann weg. Versuche eine Neubewertung der Dinge: Viele sind gar nicht dringend und eilig. Definiere deine geplante Tagesleistung. Dann wei\u00dft Du, wann sie erf\u00fcllt ist, wann Du Dein Ziel erreicht hast.<\/p>\n\n\n\n<p>All diese Strukturen helfen, in den Flow zu kommen. Erst in den so genannten Mikro-Flow, den Flow im Kleinen: man vertieft sich in ein Gespr\u00e4ch mit einem Kollegen, ist voll dabei, ganz konzentriert. Und dann in den Makro-Flow: Die Zeit verlangsamt sich, manchmal vergisst man sich oder sieht sich von au\u00dfen, wird eins mit der Welt. Dann werden H\u00f6chstleistungen m\u00f6glich und f\u00fchlen sich doch leicht an. Weil aber die Rahmenbedingungen als erstes stimmen m\u00fcssen, nenne ich die wichtigsten noch einmal:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Klare Ziele &#8211; nur damit <strong>f\u00fchlt<\/strong> man, was man tun muss und wie.<\/li>\n\n\n\n<li>Klares und sofortiges Feedback &#8211; nur so <strong>wei\u00df<\/strong> man gleich, ob es gut oder schlecht l\u00e4uft und was noch anzupassen ist<\/li>\n\n\n\n<li>Die richtige Herausforderung &#8211; ideal ist das Gef\u00fchl, dass die eigenen F\u00e4higkeiten <strong>gerade ausreichen<\/strong>, um die Aufgabe zu meistern.<\/li>\n\n\n\n<li>Keine Ablenkungen &#8211; weder innere noch \u00e4u\u00dfere. Niemand klopft, kein Instagram lenkt ab. So entsteht die <strong>Sicherheit<\/strong>, eine Aufgabe effizient erledigen zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte dir genau dazu nun einen ganz konkreten Tipp geben, wie du heute noch anfangen kannst: Versuch es mit dem, was wir <strong>Single-Focused Work <\/strong>nennen. Mach nur eine Sache, und die aber richtig. \u00dcber den <strong>Zen-Meister Pai-Chang<\/strong> aus der Zeit der Tang-Dynastie erz\u00e4hlen Buddhisten folgendes Gleichnis: Ein Sch\u00fcler fragt Pai-Chang: \u201cMeister, was ist deine Art zu leben \u2013 was ist das Geheimnis deines Zen?\u201d Der Meister antwortet: \u201cWenn ich hungrig bin, esse ich, und wenn ich m\u00fcde bin, schlafe ich.\u201d &#8211; \u201cAber das tun wir doch alle\u00ab, sagt der Sch\u00fcler. \u201cWas ist daran besonders?\u201d Da antwortet der Meister: \u201cWenn ihr esst, habt ihr tausend Gedanken und seid im Da und Dort, und wenn ihr schlaft, habt ihr in euren Tr\u00e4umen viele \u00c4ngste und W\u00fcnsche. Doch wenn ich esse, esse ich und sonst nichts. Und wenn ich schlafe, schlafe ich und sonst nichts. Das ist das Geheimnis meines Zen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Heute k\u00f6nnte man erg\u00e4nzen: Ihr schaut beim Essen auf das iPhone, ihr denkt beim Joggen an den Google-Kalender. Das Problem: So wird man nie voll produktiv, so kommt man nie in den Flow. Vladimir Horowitz hat an nichts anderes gedacht, als er im Konzertsaal seine genialen Interpretationen von Rachmaninov und Tschaikowski spielte. Und Muhamad Ali war ganz im Moment bei seinen K\u00e4mpfen. Lern von den Gro\u00dfen! <strong>Mach nur eine Sache, die aber richtig.<\/strong> Wenn Du am Handy scrollen m\u00f6chtest, dann r\u00e4um Dir daf\u00fcr eine halbe Stunde am Tag ein und mach es ganz. Und dann geh an Deine wahren Aufgaben, und widme Dich ihnen mit all Deiner Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Euer Achim<strong><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Transformers, liebe Co-Creators, liebe Gestalterinnen und Gestalter einer neuen Zeit!<\/p>\n<p>Im vergangenen VERTICAL-X-Newsletter habe ich \u00fcber Selbstautorenschaft gesprochen. Also \u00fcber den Moment, wenn wir vom Opfer der Verh\u00e4ltnisse zu einer aktiv gestaltenden Kraft werden. Wenn wir diesen Sprung geschafft haben, wollen wir in unser Waking Up starten, in die erste gro\u00dfe Etappe unserer transformativen Reise. 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